Dachverband österreichischer
Ärztinnen und Ärzte für Ganzheitsmedizin

 
     
     
 

"Kurier" vom 25.07.2011                                   Seite: 12
Ressort: gesund

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Komplementär- & Schulmedizin


Zwei Welten vereinen sich

Ganzheitliche Medizin hat nicht nur gesundheitliche, sondern auch finanzielle Vorteile, zeigt eine neue Studie.
Homöopathie, Akupunktur und Co. gehören schon lange nicht mehr in die belächelte Esoterik-Nische. Immer mehr Menschen suchen vor allem dann bei der Komplementärmedizin Rat, wenn die Schulmedizin an ihre Grenzen zu stoßen scheint. Dass die Ganzheitsmedizin sogar Kostenvorteile bringt und die Lebenserwartung steigern kann, zeigt jetzt eine aktuelle Studie aus Holland.
Ökonomen um Peter Kooreman von der Universität Tilburg untersuchten die Daten zu Arzt-, Krankenhaus- und Medikamentenkosten von 150.000 Menschen, die bei einem holländischen Versicherungsträger gemeldet waren. Von den knapp 2000 behandelnden Ärzten hatten 79 eine komplementärmedizinische Zusatzausbildung in Homöopathie, Anthroposophie oder Akupunktur.
Das Ergebnis: Patienten, deren Hausarzt zusätzlich Komplementärmedizin anwandte, kosteten im Durchschnitt um 7 Prozent weniger. Wurden die Patienten homöopathisch betreut, stieg die Kostenersparnis sogar auf bis zu 25 Prozent. Besonders bei Medikamenten (bis 33 Prozent) und Krankenhausaufenthalten (bis 38 Prozent) gab es weniger Kosten. Dazu kommt: Die komplementärmedizinisch behandelten Patienten wiesen eine geringere Sterberate auf, als die konventionell behandelten.

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